Goethe-Annalen: 1818
Anne Bohnenkamp / Ernst Osterkamp / Gustav Seibt

Johann Gottfried Jentzsch, Karlsbad/Mühlbad © Österreichische Nationalbibliothek
1818 ist das Jahr, in dem Goethe seinen Geburtstag einen Tag zu früh beginnt: Kalenderirrtum! Begonnen hatte er es in Jena, wo ihn auch die lästigen Pressefehden nach dem Wartburger Feuerstank begleiteten: Oken und Luden mit „Isis“ und „Nemesis“ gegen Kotzebue. „Was euch die heilige Preßfreyheit/ Für Frommen, Vortheil und Früchte beut?/ Davon hab ihr gewisse Erscheinung:/ Tiefe Verachtung öffentlicher Meynung.“ Goethe gelingt unterdessen das magisch schöne Gedicht „Um Mitternacht“, Produkt einer auch von Alkohol befeuerten Nachtstunde. Der ‚Divan‘ nähert sich seiner Druckgestalt; mit ‚Philostrats Gemälden‘ entsteht eine weitere kunsthistorische Großabhandlung. Der Hof verlangt zum Jahresende einen großen Maskenzug, denn die russische Kaiserin kommt zu Besuch. Dieses Prunkstück feiert die klassische, nun schon vergangene Kunstepoche Weimars – es kann als fehlendes Mittelstück zwischen ‚Dichtung und Wahrheit‘ und der ‚Italienischen Reise‘ gelesen werden. Inzwischen kommt in Weimar eine neue Generation zur Welt: Erst bekommt August Goethe einen Sohn, dann der Erbprinz Carl Friedrich. Danach lange Wochen in Karlsbad. Im Herbst ist Hegel zu Besuch: Das Absolute grüßt das Urphänomen.
Daten der Veranstaltung
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
12.02.2018 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | 4,00 € (Mitglieder) |
| 8,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Kristin Wöckel |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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