Hänsel und Gretel im Bilderwald

Diese Ausstellung ist bereits vorüber!

Illustrationen romantischer Märchen aus 200 Jahren

in Kooperation mit dem Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Kuratiert von PD Dr. Wolfgang Bunzel und Prof. Dr. Hans-Heino Ewers

 

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Herbert Leupin, Illustration zu „Der gestiefelte Kater“, 1946, © Collection Herbert Leupin


Die Märchen der Romantik zählen international zu den bekanntesten Texten der deutschsprachigen Literatur. In einem umfassenden Sinn populär geworden sind sie allerdings erst durch die Illustrationen, die den Drucken von früh an immer wieder beigegeben wurden. Es war das Bild als Transportmedium, das den wunderbaren Geschehnissen, von denen in den Märchen berichtet wird, eine greifbare Gestalt verlieh und so der Fantasie einen Anhaltspunkt, aber auch noch einmal neue Nahrung gab. Durch die massenhafte Verbreitung illustrierter Märchenausgaben im 19. und 20. Jahrhundert brannten sich einige dieser Fantasie-Bilder so sehr in das kollektive Unbewusste ein, das sie nahezu archetypische Geltungskraft erlangten.

 

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Karl Friedrich Schinkel, Titelblattentwurf zu Clemens Brentanos „Italienischen Märchen“, 1815
 
Alexander Zick, Illustration zu „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“, 1886

 

Dies ist für das Frankfurter Goethe-Haus/Freies Deutsches Hochstift Anlass, im Grimm-Jahr 2012, in dem sich das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen zum 200sten Mal jährt, einen groß angelegten Überblick über die Geschichte romantischer Märchenillustration zu geben. Anhand von illustrierten Büchern, Handzeichnungen, Originalgrafiken und Gemälden wird nicht nur das weite Spektrum der bildkünstlerischen Umsetzung romantischer Märchentexte von Jacob und Wilhelm Grimm, Clemens Brentano, E.T.A. Hoffmann, Novalis, Ludwig Tieck, Philipp Otto Runge, Friedrich de la Motte Fouqué und Carl Wilhelm Salice Contessa gezeigt, sondern auch die immense Vielfalt intermedialer Text/Bild-Beziehungen vorgeführt.

 

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Franz Jüttner, Illustration zu „Schneewittchen“, 1905
 
Otto Ubbelohde, Illustration zu „Frau Holle“, 1923

 

Häufig waren es „kleinere“ Meister oder lediglich als Buchgestalter hervorgetretene Künstler, die sich der Verbildlichung romantischer Märchentexte angenommen haben. Daneben begegnen aber immer wieder auch sehr bekannte Namen, so dass die Liste der Künstlerpersönlichkeiten, welche die Auseinandersetzung mit den Märchen der Romantik gesucht haben, zumindest streckenweise wie ein Who is who der Kunstgeschichte wirkt; genannt seien hier nur: Philipp Otto Runge, Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Emil Grimm, Wilhelm Hensel, George Cruikshank, Eduard von Steinle, Franz Pocci, Moritz von Schwind, Ludwig Richter, Eugen Napoleon Neureuther, Walter Crane, Gustave Doré, Otto Ubbelohde, Albert Weisgeber, Max Slevogt, Max Beckmann und David Hockney.
Da in der Rezeptionsgeschichte der letzten beiden Jahrhunderte das Märchen längst zur populärsten Gattung der Romantik geworden ist, wird heute das Bild der Romantik und die landläufige Ansicht, was eigentlich als ‚romantisch’ zu gelten hat, maßgeblich von den Märchentexten der Romantik und ihren Illustratoren geprägt.

 

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Federzeichnungen von Max Slevogt, 1920-30 [hier: Neuausgabe von 1976]
 
Bleischnitte von Otto Nückel, 1947

 

Als Begleitpublikation zu dieser Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog. Weiterführende Informationen zum Aufbau der Schau und zu wichtigen Exponaten vermittelt ein Audioguide.

Zu dieser Ausstellung bieten wir außerdem öffentliche Führungen an. Die Termine finden Sie ab März unter Sonderführungen.

Gerne richten wir für Gruppen und Schulklassen auch Führungen nach Absprache ein. Für Klassen der Stufen 3 bis 6 gibt es ein ergänzendes Praxis-Angebot zur Gestaltung von Märchenmotiven. Am Internationalen Museumstag (Sonntag, 20. Mai 2012) öffnet von 12 bis 16.30 Uhr eine „Fantastische Märchen-Werkstatt“ ihre Pforten. Details entnehmen Sie bitte unserem Programm „Bildung und Vermittlung“ 2012, das ab Ende Dezember hier zu finden ist.
 

Für Schulen gibt es zum Thema Märchen reichhaltiges Unterrichtsmaterial sowohl für die Oberstufe als auch für den Jahrgang 5. Am 27. und 28. März zeigt die Klasse 6c der Anne-Frank- Realschule Frankfurt im Arkadensaal ein Märchenstück mit Masken: Die zwei Brüder – Ergebnisse einer Ausschreibung des Goethe-Hauses.

 

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Farbholzschnitte von Werner Klemke, 1963
 
Buntstiftzeichnungen von Editha Pröbstle, 2005

 

 

Zur Ausstellung gibt es jetzt auch ein Gewinnspiel. Alle findigen Ratefüchse können ab ab Dienstag, den 22. Mai 2012 märchenhafte Utensilien zum Film „Der Gestiefelte Kater“ gewinnen:

Armbänder (Silicone Bracelets)
aufblasbare Zauberschwerter (Inflatable Swords)
und Original-DVDs

Die Preise werden zur Verfügung gestellt von Paramount Pictures (www.paramount.de).
Unter allen richtigen Antworten werden alle 14 Tage Preise verlost.
 

 

 

Die Ausstellung „Hänsel und Gretel im Bilderwald. Illustrationen romantischer Märchen aus 200 Jahren“ wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterstützt und ist das erste Vorhaben des Kooperationsprojektes „Impuls Romantik“, das gefördert wird.

 

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Daten der Veranstaltung

Veranstaltungsort Arkadensaal, Ausstellungseröffnung : Dienstag, 24. April 2012, 19.00 Uhr im Karameliterkloster
Termin 2012-04-24 bis 2012-07-15
Eintritt Die Eintrittspreise entnehmen Sie bitte
der Seite "Öffnungszeiten & Eintritt"
Kontakt Martina Falkenau
E-Mail anmeldung@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

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