Goethes Mignon – Ikone der Romantik oder tragisches Kind?

Zur Rätselfigur in ‚Wilhelm Meisters Lehrjahren‘

Christoph Perels

 

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 Johann Heinrich Ramberg, Mignon erscheint den Kindern als Engel, ca. 1828 © Freies Deutsches Hochstift

„Hier ist das Rätsel“, sagt Philine, als sie Mignon dem Helden des Romans vorstellt, und ein Rätsel bleibt Mignon das ganze Buch ĂĽber und die 220 Jahre seit seinem Erscheinen. Das „heilige Kind“ und die Inkarnation der Poesie und des Wunderbaren nennen sie Friedrich Schlegel und Novalis, „geheimnisvoll wie ein Traum“ ist sie fĂĽr Germaine de StaĂ«l und ein „Dämon in Kindsgestalt“ fĂĽr Friedrich Gundolf. Andere sehen in ihr die Psyche aus der antiken Mythologie, wieder andere eine degenerierte Gestalt, die sich gegen den Eintritt in die Pubertät zur Wehr setzt, oder die symbolische Verdichtung fĂĽr Goethes Beziehung zu seiner Schwester Cornelia. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern Mignon den wesentlichen Beitrag des Dichters zum Problem des Tragischen in seiner hochklassischen Periode darstellt.

Prof. Dr. em. Christoph Perels war von 1983 bis 2003 Direktor des Freien Deutschen Hochstifts. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts, Goethe und die deutsche  Lyrik vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dem Hochstift ist er in seiner Tätigkeit als Mitherausgeber der Hofmannsthal-Ausgabe nach wie vor verbunden.

Daten der Veranstaltung

Veranstaltungsort Arkadensaal
Termin 15.05.2018
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder)
  4,00 € (Gäste)
Kontakt Kristin Wöckel
E-Mail anmeldung@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

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