Jens Bisky: Kleist gegen Goethe - eine literarische Staatsaffäre
Der Weintrinker Goethe mit seiner Aversion gegen Raucher und der rauchende Biertrinker Heinrich von Kleist haben einander nie getroffen. Dass Hass und Kampf zwischen beiden geherrscht habe, berichten Literaturgeschichten. Goethes Unverständnis fĂĽr den jungen Dichter soll verantwortlich dafĂĽr gewesen sein, dass ‚Der zerbrochne Krug‘ 1808 in Weimar durchfiel. Kleist wiederum soll die Absicht gehabt haben, Goethe zum Duell zu fordern. Mit diesen Legenden hat es nicht viel auf sich. Sie blieben populär, weil im 20. Jahrhundert Dichter mit dem Losungswort „Kleist“ gegen Kollegen rebellierten, die sich unter dem Namen Goethes versammelten. In der späten DDR wurde der Kampf zwischen Kleist und Goethe noch einmal und besonders erbittert gefĂĽhrt, vor allem zwischen Peter Hacks und Heiner MĂĽller. Die literaturhistorischen Legenden wurden auf ungeahnte Weise produktiv. FĂĽr einen Augenblick schien es, als seien Klassiker und Romantiker unsere Zeitgenossen.
Jens Bisky ist Redakteur im Feuilleton der „SĂĽddeutschen Zeitung“. 2007 erschien seine Kleist-Biographie.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Jens Bisky |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
28.11.2017 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Kristin Wöckel |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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