Romantische Invektiven?
Sonja Engel / Günter Oesterle
Johann Gottfried Schadow, Versuch auf dem Parnaß zu gelangen, Kupferstich 1803 © Freies Deutsches Hochstift, Foto: Alexander Englert
Die Romantik hatte eine Disposition zum Extremen. Noch heute faszinieren die poetischen Vorstöße der romantischen Poeten in extreme Bereiche wie das Unbewusste, das Visionäre oder den Wahnsinn. Die Provokationslust und „erhabene Frechheit“ der Romantiker/innen bezieht ihre polemische Stoßkraft aus der Opposition zu dem mediokren, einfallslosen, poesiefeindlichen Alltagsleben der sogenannten Philister. So fruchtbar die ins Extreme gesteigerten romantischen Experimente gewesen sind, so grenzwertig waren sie im Übergang vom ästhetischen ins politische Feld. Die satirischen Reden in der „christlich-deutschen Tischgesellschaft“ in Berlin zielen nicht mehr nur auf die vage umrissenen Philister, sondern auch auf die Minorität der Juden.
Das komplexe Wechselverhältnis von ästhetischem und politischem romantischen Extremverhalten versuchen Dr. Sonja Engel, Soziologin am Lehrstuhl für soziologische Theorien und Mitarbeiterin am DFGForschungsprojekt „Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“ an der TU Dresden, und Prof. Dr. Günter Oesterle, Professor für neuere deutsche Literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen, aus soziologischer bzw. literaturwissenschaftlicher Perspektive zu erörtern.
Daten der Veranstaltung
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
28.05.2018 von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. |
| Kontakt | Kristin Wöckel |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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